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Fakten, Tipps & IdeenWissen, ganz handlichDie Wikinger
Die Wikinger
Unterwegs mit den Langschiffen
Zeitschiene

793 n.chr.
Angriff! - Wikinger plündern Lindisfarne-Kloster in England

800 Nach Osten - Erforschung von Russland auf den Flusswegen

840–60 Mittelmeer-Raubzüge - Südeuropa und Marokko geplündert

860 Schwarzes Meer - Angriff auf Konstantinopel

870 Island - Kolonie in Island errichtet

983 Grönland - Erik der Rote findet Asyl in Grönland

1000 Vinland - Leif Eriksson erreicht heutiges Neufundland

1066 Eroberung - England übersteht Norweger-Invasion, erliegt Normannen

1350 Abwanderung - Grönlands „Westliche Siedlung“ leert sich

1450 Das Ende - Grönland ist verlassen


Die Langschiffe tauchten aus dem Nebel auf, der Drache am Bug kündigte ihr Kommen an und löste Tumult und Angst aus. Der schreckliche Ruf der Wikinger als Krieger auf See, die töteten und plünderten, besteht zu Recht. Doch das ist nicht die ganze Geschichte über ein tapferes und findiges Seefahrervolk, das seine vielschichtige Kultur und eine außergewöhnliche Mythologie weit über den Atlantik trug, um neues Land zu finden.

Ein heidnisches Volk
Die wilden Männer aus dem Norden kamen aus den entlegensten Gebieten Europas – aus den Ländern des heutigen Skandinaviens. Dort hatte die kalte und unwirtliche Landschaft furchtlose Seefahrer und grimmige Kämpfer hervorgebracht. Getreu ihres traditionellen heidnischen Glaubens verhöhnten sie die Kulturen im Süden, die sie für vom Christentum verweichlicht hielten.

Rauben und plündern
Die Wikinger schlugen ohne Vorwarnung zu, meist nur mit ein oder zwei Langschiffen. Doch der Überraschungsmoment und die Wildheit ließ sie oft siegen. Sie setzten Häuser in Brand, plünderten Kirchen, raubten Schätze, machten Gefangene und vertrieben Vieh. Bevor es zum Widerstand kam, waren sie wieder auf See.

Neue Lebensräume
Die Wikinger zogen auch aus um sich in neuen Regionen anzusiedeln. Ihre Expansion über den Nordatlantik dauerte mehrere Jahrzehnte. 860 kamen sie in Island an, was noch so gut wie unbewohnt war. Im 9. Jh. siedelten sich in einem Zeitraum von 60 Jahren rund 20.000 Menschen auf Island an. 982 machte sich „Erik der Rote“, der wegen eines Mordes aus Norwegen vertrieben wurde, von Island auf Richtung Westen. Er kehrte aufgeregt zurück, um Siedler zu seinem entdeckten „Grünland“ (Grönland) zu bringen. 986 kamen die ersten Wikinger an und ließen sich nieder.

Zu Hause in Skandinavien vereinigten sich kleinere Gebiete zu rößeren Königreichen. Unter dem Einfluß des Christentums wandten sich die Wikinger mehr und mehr dem Handel zu. Die Tage der Kolonisten waren gezählt.

   




   
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